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Bürgerbeteiligung und Teilhabe

Aktionsbereich zur Förderung von Bürgerbeteiligung und Teilhabe am demokratischen Leben der Europäischen Union

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Aktionsbereich Bürgerbeteiligung und Teilhabe

Während die anderen Aktionsbereiche sich in erster Linie an NGOs und Behörden richten, um deren Engagement stellvertretend für die europäische Bürgerschaft einzusetzen, sieht "Bürgerbeteiligung und Teilhabe" eine unmittelbare Involvierung der Bürgerinnen und Bürger vor.

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Ziele

Dieser Aktionsbereich integriert das ehemalige Förderprogramm "Europa für Bürgerinnen und Bürger" in das Programm CERV.
Er dient der Schaffung und dem Ausbau eines Raumes, der der gegenseitigen Verständigung, dem Austausch und der Förderung eines gemeinsamen Geschichts- und Kulturverständnisses innerhalb der EU dient. Auch dem oftmals bemühten Vorwurf der "Bürgerferne" möchte die EU mit diesem Förderprogramm entgegenwirken, da sich die Bürgerinnen und Bürger im Sinne eines multinationalen Austauschs direkt involvieren.

Ein weiterer Aspekt ist die Etablierung und Vertiefung basisdemokratischer Strukturen und ein aktives Mitgestalten der Zukunft der Union durch deren Bürgerinnen und Bürger.

Spezifische Ziele

Die Förderprioritäten dieses Aktionsbereiches teilen sich auf in folgende Bereiche:

1) Geschichtsbewusstsein

Unterstützung von Projekten, mit denen an prägende Momente in der neueren und neuesten europäischen Geschichte erinnert werden soll, wie z.B. die Machtübernahme autoritärer und totalitärer Regime, einschließlich deren Ursachen und Folgen, und Projekten, mit denen die Unionsbürger:innen für ihre gemeinsame Geschichte und Kultur, ihr gemeinsames Kulturerbe und ihre gemeinsamen Werte sensibilisiert werden sollen.

Projektförderung für europäischen Geschichtsbewusstseins

2) Bürgerbeteiligung

Förderung der Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger und der repräsentativen Verbände am demokratischen und bürgerschaftlichen Leben der Union und ihres Beitrags dazu, indem es ihnen ermöglicht wird, ihre Ansichten in allen Bereichen des Handelns der Union öffentlich bekanntzumachen und auszutauschen.

3) Städtepartnerschaften und -netzwerke

Förderung des Austauschs zwischen den Bürgerinnen und Bürgern verschiedener Länder, insbesondere durch Städtepartnerschaften und Städtenetzwerke, sodass sie den Reichtum und die Vielfalt des gemeinsamen Erbes der Union konkret erfassen können und ihnen bewusst wird, dass dieser Reichtum und diese Vielfalt eine solide Grundlage für eine gemeinsame Zukunft bilden.

Förderung von Städtepartnerschaften

Budget 2021/2022

Das Budget des Aktionsbereiches "Bürgerbeteiligung und Teilhabe" teilt sich für den Förderzeitraum 2021-2022 wie folgt auf:

Mio. €
Europäisches Geschichtsbewusstsein 11,515
Bürgerengagement und -beteiligung 19,971
Städtepartnerschaften und -netzwerke 17,945
Total 49,431

* Das Budget verteilt sich auf alle am CERV-Programm teilnehmenden Staaten der Europäischen Union.

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Für den Aktionsbereich Bürgerbeteiligung und Teilhabe

Häufig gestellte Fragen

  • Können Kommunen nur mit ihren offiziellen Partnerstädten Projekte durchführen?

    Die EU sieht verbriefte Städtepartnerschaften als wichtige Säule der internationalen Zusammenarbeit von Kommunen an. Dennoch müssen die Projektpartner nicht notwendigerweise eine Partnerschaftsvereinbarung vorweisen können. Die EU fördert formal verschwisterte Kommunen genauso wie Kooperationen, die historische, wirtschaftliche, touristische oder andere Hintergründe haben.

  • Wo finde ich Beispiele für geförderte Projekte im abgelaufenen Programm "Europa für Bürgerinnen und Bürger" (2014 - 2020)?

    Auf der Seite der Europäischen Kommission zum Förderprogramm “Europa für Bürgerinnen und Bürger” (2014 - 2020) finden Sie alle in diesem Zeitraum über das Programm geförderten Projekte. 

  • Gibt es einen CERV-Programmleitfaden?

    Nein, anders als bei anderen EU-Förderprogrammen (bspw. Erasmus+ oder auch dem Vorgängerprogramm Europa für Bürgerinnen und Bürger), gibt es für das CERV-Programm keinen Programmleitfaden. Stattdessen gibt es ein sogenanntes Arbeitsprogramm (work programme). Es gibt die Förderziele und -prioritäten für jeweils zwei Jahre vor und nennt alle Aufrufe (Calls), die in dieser Förderperiode ausgeschrieben werden.