Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen zum Thema

Städtepartnerschaften

Icon Bürgerbeteiligung und Teilhabe

Status

Angekündigt

Beginn

16. November 2021

Frist

24. März 2022

Budget

11.000.000 €

ID

CERV-CITIZENS-2022-TOWN

Hinweis

Auszug (Inoffizielle Übersetzung)

Offizieller Titel

Städtepartnerschaften und -netzwerke

Ziele

Städtepartnerschaften und -netzwerke

  • Förderung des Austauschs zwischen Bürger:innen verschiedener Länder;
  • den Bürger:innen die Gelegenheit bieten, die kulturelle Vielfalt der Union zu entdecken und ihnen bewusst zu machen, dass die europäischen Werte und das kulturelle Erbe das Fundament einer gemeinsamen Zukunft bilden;
  • Gewährleistung friedlicher Beziehungen zwischen den Europäer:innen und ihrer aktiven Beteiligung auf lokaler Ebene; 
  • Stärkung des gegenseitigen Verständnisses und der Freundschaft zwischen den europäischen Bürger:innen; 
  • Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Kommunen und des Austauschs bewährter Praktiken; 
  • Unterstützung einer guten lokalen Verwaltung und Stärkung der Rolle der lokalen und regionalen Behörden im europäischen Integrationsprozess.

Es wird erwartet, dass sowohl Städtepartnschafts- als auch Städtenetzwerk-Projekte ein neues Bild von Europa vermitteln, das bürgernah, gleichstellungsfördernd, zukunftsorientiert und konstruktiv ist und das vor allem die jüngere Generation anspricht. Die Projekte können sich auf die Ergebnisse von Bürgerbefragungen beruhen und können zu Debatten über konkrete Möglichkeiten führen, eine demokratischere Union zu schaffen, die es den Bürger:innen ermöglicht, sich wieder mit der EU zu beschäftigen und ein stärkeres Gefühl der Verantwortung für das europäische Projekt zu entwickeln.

Zusätzliches Ziel für Städtenetzwerk-Projekte:
Städtenetzwerke sollten Städten und Kommunen die Möglichkeit bieten, ihre Zusammenarbeit und ihre Debatten langfristig zu vertiefen und zu intensivieren, nachhaltige Netzwerke aufzubauen und ihr langfristiges Leitbild für die Zukunft der europäischen Integration in Grundzügen darzulegen.

Förderkriterien

Um förderfähig zu sein, müssen Antragstellende (Begünstigte und verbundene Einrichtungen) alle folgenden Kriterien erfüllen:

  • Sie müssen eine juristische Person (öffentliche oder private Einrichtung) sein
  • Sie müssen ihren Sitz in einem der förderfähigen Länder haben
  • Sie müssen eine öffentliche Einrichtung oder eine Organisation ohne Erwerbscharakter sein: Städte / Kommunen und / oder andere Ebenen lokaler Behörden bzw. ihrer Partnerschaftsausschüsse / -netzwerke oder sonstige gemeinnützige Organisationen sein, die lokale Behörden vertreten.

Zusätzlich gilt für:

I. Städtepartnerschaften 

a) Zulässig sind nur Anträge einzelner Antragstellender.

b) An Städtepartnerschaftsprojekten müssen Kommunen aus mindestens zwei förderfähigen Ländern beteiligt sein, von denen mindestens eines ein EU-Mitgliedstaat ist.

c) An Veranstaltungen im Rahmen von Städtepartnerschaften müssen mindestens 50 direkte Teilnehmer:innen beteiligt sein, von denen mindestens 25 „eingeladene Teilnehmer:innen“ sind. “Eingeladene Teilnehmer:innen” sind Reisedelegationen, die aus anderen förderfähigen Projektpartnerländern kommen als dem Land, in dem eine Veranstaltung im Rahmen von Städtepartnerschaften stattfindet.

e) Aktivitäten müssen in einem der förderfähigen Länder stattfinden, die an dem Projekt teilnehmen.

f) In der Regel sind die Projekte auf eine Dauer von bis zu 12 Monaten anzulegen.


II. Städtenetzwerke

a) Die Voschläge müssen von einem Konsortium eingereicht werden, das aus mindestens fünf Antragstellende (Begünstigten, nicht verbundenen Einrichtungen) besteht und das die folgenden Bedingungen erfüllt:

  • Einrichtungen sind Kommunen aus mindestens fünf förderfähigen Ländern, von denen mindestens drei Länder EU-Mitgliedstaaten sind.

b) Die Aktivitäten müssen in mindestens zwei verschiedenen förderfähigen Programmländern stattfinden.

c) In der Regel sind die Projekte auf eine Dauer von 12 bis 24 Monaten anzulegen.

Förderprioritäten

I. Städtepartnerschaften:

  • Bewusstsein für den Reichtum des kulturellen und sprachlichen Umfelds in Europa schärfen
    Das Programm trägt zur Förderung des interkulturellen Dialogs bei, indem es Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und Sprachen zusammenbringt und ihnen die Möglichkeit gibt, an gemeinsamen Aktivitäten teilzunehmen. In diesem Zusammenhang werden Städtepartnerschaftsprojekte das Bewusstsein für den Reichtum des kulturellen und sprachlichen Umfelds in Europa schärfen und das gegenseitige Verständnis und die Toleranz fördern. Dies führt zur Entwicklung einer respektvollen, dynamischen und vielfältigen europäischen Identität und zur Achtung der gemeinsamen Werte, der Demokratie und der Grundrechte.
  • Sensibilisierung für die Bedeutung der Verstärkung des europäischen Integrationsprozesses auf der Grundlage von Solidarität
    Städtepartnerschaftsprojekte tragen dazu bei, nationale Wahrnehmungen zu überwinden, indem sie das gegenseitige Verständnis fördern und Foren schaffen, in denen gemeinsame Lösungen konstruktiv diskutiert werden können. Ihr Ziel sollte es sein, das Bewusstsein dafür zu schärfen, wie wichtig es ist, den europäischen Integrationsprozess auf der Grundlage von Solidarität und gemeinsamen Werten zu stärken.
  • Förderung des Gefühls der Zugehörigkeit zu Europa durch Förderung der Debatte über die Zukunft Europas  
    Städtepartnerschafts-Projekte sollten den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, ihre Vorstellungen von Europa zum Ausdruck zu bringen. Die im Rahmen von Städtepartnerschaften geförderten Debatten sollten auf den konkreten Errungenschaften der Europäischen Union und den Lehren aus der Geschichte basieren. Solche Debatten sollten auch aktuelle Trends einbeziehen und den Teilnehmenden die Möglichkeit geben, den Euroskeptizismus herauszufordern. Dies erfolgt, indem sie mögliche Maßnahmen vorschlagen, die die Europäische Union ergreifen könnte, um das Gefühl der Zugehörigkeit zu Europa zu fördern, die Vorteile der Europäischen Union zu vermitteln und den sozialen und politischen Zusammenhalt in der EU zu stärken. Verpartnerte Kommunen werden ermutigt, sich auf die Ziele der Konferenz über die Zukunft Europas zu beziehen. Darüber hinaus sollten die Debatten eine Kultur des demokratischen Austauschs fördern, in dem die Ansichten aller Teilnehmer:innen unabhängig von ihrem Geschlecht, Alter oder ethnischem Hintergrund gleichwertig berücksichtigt werden.

II. Städtenetzwerke:

Unter Beibehaltung eines Bottom-up-Ansatzes können Städtenetzwerke einen besonderen Schwerpunkt auf folgende Aspekte legen:

  • Stärkung der europäischen und demokratischen Dimension des Entscheidungsprozesses der EU
    Städtenetzwerke werden aufgefordert, Projekte zu entwickeln, die eine demokratische Regierungsführung stärken, indem sie die aktive Beteiligung der Bürger:innen am politischen Leben in Europa und die Ausübung ihres Wahlrechts unterstützen. Diese Projekte würden dazu beitragen, der geringen Wahlbeteiligung, dem Populismus, der Desinformation und den Herausforderungen für die Zivilgesellschaft entgegenzuwirken;
  • Unterstützung freier und fairer Wahlen in Europa 
    Im Hinblick auf die Europawahlen 2024 sind die Städtenetzwerke aufgefordert, sich für den Erhalt der demokratischen Institutionen der EU und der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an ihnen einzusetzen. Die Koordinierung innerhalb und zwischen einschlägigen Netzwerken könnte insbesondere dazu führen, gemeinsame Arbeitsmethoden festzulegen, Kapazitäten für die Erkennung von und den Umgang mit Bedrohungen für Wahlen aufzubauen sowie Modelle für bewährte Verfahren und Leitlinien auszuarbeiten.
  • Stärkung eines Gefühls der Zugehörigkeit zu Europa durch Förderung der Debatte über die Zukunft Europas
    Die Städtenetzwerke könnten den Bürger:innen die Möglichkeit bieten, ihre Vorstellungen von einem Europa zu äußern. Die Debatten sollten sich auf die konkreten Errungenschaften der Europäischen Union und auf die Lehren aus der Geschichte stützen. In solchen Debatten können auch Maßnahmen vorgeschlagen werden, die die Europäische Union ergreifen könnte, um das Gefühl der Zugehörigkeit zu Europa zu fördern, die Vorteile der Europäischen Union zu verstehen und den sozialen und politischen Zusammenhalt der EU zu stärken. Städtenetzwerke sind aufgefordert, auf die Ziele der Konferenz über die Zukunft Europas einzugehen.


Für Städtepartnerschaftsprojekte und Städtenetzwerke gibt es folgende 4. Priorität:

  • Überlegungen zu den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die lokalen Gemeinschaften
    Die COVID-19-Pandemie hat die Art und Weise beeinflusst, wie unsere Demokratien und die Bürgerbeteiligung funktionieren. Die Notwendigkeit, die Ausbreitung des Virus zu verhindern, führte zu einer starken Einschränkung der individuellen und kollektiven Freiheit. Die Projekte werden aufgefordert, darüber nachzudenken, wie sich die COVID-19-Pandemie auf das Leben innerhalb und die Funktionsweise der lokalen Gemeinschaften sowie auf die Formen der Bürgerbeteiligung ausgewirkt hat.

Geförderte Aktivitäten

Zu den Aktivitäten im Zusammenhang mit Städtepartnerschaften und Städtenetzwerken können gehören u.a.: Workshops, Seminare, Konferenzen, Schulungsaktivitäten, Expertentreffen, Webinare, Sensibilisierungsmaßnahmen, Datenerfassung und Konsultation, Entwicklung, Austausch und Verbreitung bewährter Verfahrensweisen zwischen Behörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen, Entwicklung von Kommunikationsinstrumenten und Nutzung sozialer Medien.

Erwartete Resultate

I. Städtepartnerschaften:

  • Verbesserung und Förderung des gegenseitigen Verständnisses und der Freundschaft unter einem vielfältigen Spektrum von Bürger:innen auf lokaler Ebene
  • Einbeziehung der Erfahrungen eines vielfältigen Spektrums von Bürger:innen aus lokalen Gemeinschaften und Anerkennung des Mehrwerts, den die EU bei einer basisorientierten Herangehensweise bietet
  • Förderung eines stärkeren Zugehörigkeitsgefühls zur EU

II. Netzwerke von Städten

  • eine Gelegenheit für Städte und Gemeinden bieten, größere Projekte zu entwickeln, um die Wirkung und Nachhaltigkeit ihrer Projekte zu steigern
  • Möglichkeit für die Begünstigten, thematischere und politikezogenere Projekte zu entwickeln
  • Aufbau dauerhafter Beziehungen zwischen Partnerorganisationen
  • Sensibilisierung für die Vorteile von Vielfalt und die Bekämpfung von Diskriminierung und Rassismus
  • Verbesserung und Förderung des gegenseitigen Verständnisses und der Akzeptanz gegenüber europäischen Minderheiten, wie den Roma
  • Sensibilisierung für die EU-Charta der Grundrechte und ihre Anwendung sowie Förderung einer Kultur der Grundrechte;  
  • Verbesserung der Information über die Rechte, die aus der Unionsbürgerschaft erwachsen, und Verbesserung ihrer Wahrnehmung in den Mitgliedstaaten
  • Sensibilisierung und bessere Bereitstellung von Informationen für mobile EU-Bürger:innen und ihre Familienangehörigen über ihre Rechte aus der Unionsbürgerschaft

Sie haben Fragen?

Gerne beantworten wir Ihre Fragen und beraten Sie rund um die Antragsstellung beim CERV-Programm – per E-Mail oder Telefon.

Keinen Aufruf verpassen

Wir informieren Sie regelmäßig über neue Aufrufe und alle Neuigkeiten rund um das CERV-Programm der Europäischen Union.

Bitte korrigieren Sie Ihre Eingabe
Vielen Dank!
Wir haben Ihnen eine E-Mail gesendet.
Bitte bestätigen Sie dort Ihre Anmeldung.
Etwas ist schief gelaufen.