Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen zum Thema

Nicht-Diskriminierung

Icon Gleichstellung, Rechte und Geschlechter­gleichstellung

Status

Angekündigt

Beginn

15. Dezember 2021

Frist

24. Februar 2022

Budget

12.240.000 €

ID

CERV-2022-EQUAL

Hinweis

Auszug (Inoffizielle Übersetzung)

Offizieller Titel

Förderung der Gleichstellung und Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung

Ziele

Ziel ist die Unterstützung eines umfassenden und intersektionellen Ansatzes und spezifischer Maßnahmen zur Verhinderung und Bekämpfung von Intoleranz, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung, insbesondere aus Gründen der Rasse oder der ethnischen Herkunft, der Hautfarbe, der Religion, der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität, auch wenn sich dies in Form von Antiziganismus, Antisemitismus, antimuslimischem Hass, Afrophobie und LGBTIQ-Phobie manifestiert, offline und online. In diesem Zusammenhang kann die Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen Maßnahmen umfassen, die sich mit den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf diese Gruppen befassen in Bezug auf Intoleranz, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und Hass.

Förderkriterien

Behörden der Mitgliedstaaten auf allen Ebenen, einschließlich Gleichstellungsgremien und Organisationen der Zivilgesellschaft, wie z. B. Organisationen auf Gemeindeebene.

Um unter der ersten, zweiten, dritten und vierten Priorität förderfähig zu sein, müssen Zuschussanträge alle folgenden Kriterien erfüllen:

  • Antragstellende und Partner müssen öffentliche Einrichtungen oder private Organisationen sein, die ordnungsgemäß in einem der am Programm teilnehmenden Länder niedergelassen sind, oder eine internationale Organisation sein; Organisationen, die gewinnorientiert sind, müssen Anträge in Partnerschaft mit öffentlichen Einrichtungen oder privaten gemeinnützigen Organisationen stellen.
  • das Projekt kann entweder national oder transnational sein;
  • an dem Antrag müssen mindestens zwei Organisationen beteiligt sein (Antragsteller und Partner);
  • Der beantragte EU-Zuschuss darf 75 000 EUR nicht unterschreiten.

Um unter der fünften Priorität förderfähig zu sein, müssen Zuschussanträge alle folgenden Kriterien erfüllen:

  • Antragstellende (Begünstigte und angeschlossene Einrichtungen) müssen Behörden eines der am Programm teilnehmenden Länder sein; Partner müssen öffentliche Einrichtungen oder private Organisationen sein, die ordnungsgemäß in einem der am Programm teilnehmenden Länder niedergelassen sind, oder internationale Organisationen sein;
  • das Projekt kann entweder national oder transnational sein;
  • Der Antrag muss mindestens zwei Organisationen (Antragsteller und Partner) umfassen.
  • Der beantragte EU-Zuschuss darf 75 000 EUR nicht unterschreiten

Förderprioritäten

Folgende Prioritäten werden im Rahmen der o.g. Zielsetzung finanziert:

1. Kampf gegen Intoleranz, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung, Hassreden und Hassverbrechen

Der Aufruf will Projekte unterstützen, die darauf abzielen, auf die Verwundbarkeit bestimmter Gruppen und Gemeinschaften zu reagieren, die besonders von Intoleranz, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung betroffen sind, wie Roma, Jüd:innen, Muslim:innen, Migrant:innen, farbige Menschen und Menschen afrikanischer Abstammung. Konkret werden unterstützt:

  • Projekte, die zur Umsetzung des strategischen EU-Roma-Rahmens für Gleichstellung, Eingliederung und Beteiligung beitragen
  • Maßnahmen, die zur Umsetzung der EU-Strategie zur Bekämpfung von Antisemitismus und zur Förderung des jüdischen Lebens beitragen
  • Kampf gegen antimuslimischen Hass und Diskriminierung
  • Projekte, die einen Beitrag zum EU-Aktionsplan zur Bekämpfung von Rassismus leisten
  • Schließlich wird die Aufforderung auch Initiativen umfassen, die darauf abzielen, die Kapazitäten und die Rolle von Organisationen der Zivilgesellschaft, Aktivist:innen und Führungspersönlichkeiten aus Kommunen zu stärken, und die Berichterstattung, das Rechtsbewusstsein, den Schutz und die Interessenvertretung von Opfern zu verbessern und damit zur wirksamen Umsetzung der Richtlinie zur Gleichbehandlung ohne Unterschied der Rasse und des Rahmenbeschlusses zur Bekämpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit beitragen.

2. Förderung des Diversity Managements und der Inklusion am Arbeitsplatz sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor

Diese Priorität umfasst Maßnahmen zur Förderung von Vielfalt und Integration am Arbeitsplatz, insbesondere insbesondere im Hinblick auf die sechs Diskriminierungsgründe, die in Artikel 19 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union aufgeführt sind, oder deren Intersektionalität. Außerdem werden Maßnahmen unterstützt, um Chartas der Vielfalt in allen EU-Mitgliedstaaten zu gewährleisten und um die Zahl ihrer Unterzeichner:innen zu erhöhen.

3. Bekämpfung der Diskriminierung von LGBTIQ-Personen und Förderung der LGBTIQ-Gleichstellung durch Umsetzung der LGBTIQ-Gleichstellungsstrategie

Dies umfasst Maßnahmen zur Umsetzung der wichtigsten politischen Ziele, die in der LGBTIQ-Gleichstellungsstrategie 2020-2025 festgelegt sind. Dazu gehören insbesondere Initiativen, die zum einen intersektionale Diskriminierung und zum anderen Ungleichbehandlung am Arbeitsplatz, in Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen sowie in Kultur und Sport aufgrund von sexueller Orientierung und Charakteristika, Geschlechtsidentität und des Ausdrucks von Geschlechtlichkeit bekämpfen. Der Schwerpunkt liegt auf LGBTIQ-Personen, die sich in besonders gefährdeten Situationen befinden, wie Trans- und Intersex-Personen, und umfasst auch die Schulung der entsprechenden Fachkräfte. Diese Priorität umfasst auch Maßnahmen, die darauf abzielen, Geschlechter- und Sexualitätsstereotypen in der Bildung und durch Bildung zu bekämpfen, Regenbogenfamilien zu unterstützen und das Bewusstsein für die Herausforderungen zu schärfen, mit denen sie konfrontiert sind, sowie LGBTIQ-feindliche Hassverbrechen, Hassreden, Gewalt und schädliche Praktiken zu verhindern und zu bekämpfen, sowohl offline und online.

4. Hassreden online verhindern, melden und bekämpfen

Diese Priorität unterstützt die Umsetzung des Verhaltenskodexes zur Bekämpfung illegaler Hassreden im Internet und insbesondere Maßnahmen in den folgenden Bereichen: (i) Meldung von Inhalten mit Hassreden an die IT-Unternehmen, (ii) Multi-Stakeholder-Initiativen (Zusammenarbeit zwischen Behörden, Organisationen der Zivilgesellschaft und IT-Unternehmen) zur Bewältigung der gesellschaftlichen Herausforderungen durch Hassreden online, und (iii) Verbesserung der Kenntnisse über Ökosysteme für Hassreden im Internet und Verstärkung der Maßnahmen, insbesondere im Hinblick auf Bedrohungen/Herausforderungen, die von gewaltsamen rechtsextremistischen Ideologien und Gruppen ausgehen.
Die Kommission beabsichtigt, mindestens ein Projekt in jedem dieser drei Bereiche zu unterstützen.

5. Beschränkt auf Behörden, um ihre Reaktionen auf (intersektionale) Diskriminierung, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu verbessern, insbesondere aufgrund der rassischen oder ethnischen Herkunft, Religion oder Hautfarbe sowie der sexuellen Orientierung, der Geschlechtsidentität, des Geschlechtsausdrucks oder der Geschlechtsmerkmale

Diese Priorität richtet sich an Behörden auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene und hilft ihnen, die Umsetzung auf der Grundlage der Rassengleichstellungsrichtlinie, des Rahmenbeschlusses zur Bekämpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und der Empfehlung C (2018) 3850 der Kommission zu Standards für Gleichstellungsgremien zu verbessern.

Geförderte Aktivitäten

Unter anderem werden folgende Aktivitäten gefördert:

  • Koalitions- und Kapazitätsaufbau
  • Ausbildung von Fachleuten und von Opfern von (multipler und intersektioneller) Diskriminierung, von Hassreden und Hassverbrechen
  • gegenseitiges Lernen, Austausch bewährter Verfahrensweisen, Zusammenarbeit, einschließlich der Identifikation bewährter Verfahrenverfahrensweisen, die in andere teilnehmende Länder übertragen werden könnten;
  • Ausarbeitung und Umsetzung von Strategien oder Aktionsplänen gegen Rassismus, einschließlich solcher mit Schwerpunkt auf spezifischen Gründen (z. B. Antisemitismus, Antiziganismus, Anti Muslimhass oder andere spezifische Formen der Intoleranz) und auf lokaler Ebene initiiert;
  • Verbreitung von Informationen und Sensibilisierungskampagnen, auch über soziale Medien;
  • Studien und analytische Aktivitäten, einschließlich intersektioneller Analysen;
  • Förderung digitaler Fähigkeiten und von kritischem Denken;
  • Datenaufzeichnung, Datenerfassung, Umfragen, einschließlich der Aufschlüsselung von Daten;
  • Überwachung und Meldung von Vorfällen von Diskriminierung, Hassreden und Hassverbrechen, einschließlich der Analyse von Mustern und Trends, Auslösern und Ökosystemen des Online-Hasses; 
  • Ermächtigung und Unterstützung der Opfer unter Berücksichtigung der spezifischen Bedürfnisse von Frauen und Männern, Mädchen und Jungen in ihrer ganzen Vielfalt.

Aktivitäten, die bestimmte politische Parteien unterstützen, werden nicht finanziert, unabhängig von den Gründen für die Bewerbung oder den Zielen. Darüber hinaus sollten die Aktivitäten die Geschlechterperspektive ausreichend berücksichtigen, sowohl bei der Konzeption als auch in der Durchführung und beim Monitoring, da dies bei der Evaluierung berücksichtigt werden wird.

Erwartete Resultate

Zu den erwarteten Resultaten gibt es im offiziellen Projektaufruf (Call-Dokument) eine ausführliche Auflistung nach den fünf Prioritäten (s. Link unten, der zum Call-Dokument führt).

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