Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen zum Thema

Nationale Roma-Kontaktstellen

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Status

Geschlossen

Beginn

15. Dezember 2021

Frist

03. Mai 2022

Budget

1.900.000 €

ID

CERV-2022-NRCP

Hinweis

Auszug (Inoffizielle Übersetzung)

Offizieller Titel

Nationale Roma-Kontaktstellen für Gleichstellung, Eingliederung und Beteiligung der Roma

Ziele

Ziel der Aufforderung ist es, die Umsetzung des strategischen EU-Roma-Rahmens für Gleichstellung, Eingliederung und Beteiligung (EURSF) in den Mitgliedstaaten zu fördern.
Daher wird die Aufforderung auch aktiv zur Förderung der Gleichstellung und zur Verhinderung und Bekämpfung von Ungleichheiten und Diskriminierungen aus Gründen des Geschlechts, der “Race” oder der ethnischen Herkunft, der Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung sowie zur Wahrung des Grundsatzes der Nichtdiskriminierung aus den in Artikel 21 der Charta genannten Gründen beitragen.

Förderkriterien

Um förderfähig zu sein, müssen die Antragsteller (Begünstigte und angeschlossene Einrichtungen):

  • öffentliche oder private Einrichtungen sein (juristische Personen sein)
  • ihren Sitz in einem der förderfähigen Länder haben, d. h. zur Zeit: EU-Mitgliedstaaten (einschließlich der überseeischen Länder und Gebiete (ÜLG))
  • Antragsteller müssen nationale Roma-Kontaktstellen sein, wobei nur ein Antrag pro Mitgliedstaat zulässig ist;
  • Der Antrag darf nur die nationale Roma-Kontaktstelle betreffen (keine Partner);
  • die Dauer des Projekts sollte 24 Monate nicht überschreiten;
  • der beantragte EU-Zuschuss darf nicht höher als 200 000 EUR sein.

Förderprioritäten

Ziel dieser Aufforderung ist es, die institutionelle Entwicklung und die Kapazitäten der nationalen Roma-Kontaktstellen für die Gleichstellung, Eingliederung und Teilhabe der Roma (Englisch: NRCP) in ihrer Rolle als Ermöglichende von nationalen Konsultationsprozessen voranzutreiben, insbesondere durch die Umgestaltung und den Ausbau ihrer bestehenden nationalen Roma-Plattformen (NRP). Der Zweck der NRP ist die Förderung und Erleichterung des Dialogs, des gegenseitigen Lernens, der Zusammenarbeit und der Überprüfung der Politik zwischen allen nationalen Interessenvertreter:innen (z. B. Roma- und roma-freundlichen Organisationen der Zivilgesellschaft, Aktivist:innen, gewählte und ernannte Beamt:innen in der öffentlichen Verwaltung, Akademiker:innen usw.). Im Rahmen der NRP wird von den nationalen Roma-Kontaktstellen auch erwartet, dass sie die Vertretung der Roma in den Plattformstrukturen auf geschlechtersensible Weise fördern, einschließlich Frauen und Jugend, sowie eine:n Roma-Vertreter:in benennen, der:die die Verbindung zwischen den nationalen und den europäischen Roma-Plattformen sicherstellt.

Die nationalen Roma-Plattformen haben u.a. folgende Ziele:

  • die nationalen Roma-Kontaktstellen bei ihrer Aufgabe zu unterstützen, die Umsetzung des nationalen strategischen Rahmens für die Roma in den Bereichen Gleichstellung, Integration und Partizipation zu koordinieren und zu überwachen;
  • die nationalen Roma-Kontaktstellen bei ihrer Aufgabe zu unterstützen, alle relevanten Akteur:innen (d. h. hochrangige Behörden, zivilgesellschaftliche Organisationen von Roma und Nicht-Roma, Aktivist:innen und Fachleute aus verschiedenen Bereichen, gewählte und ernannte Roma-Beamt:innen, Unternehmer:innen, Gewerkschaften, Arbeitgeber- und Kinderrechtsorganisationen, Hochschulen usw.) zu mobilisieren und deren kontinuierliche Beteiligung an ergebnisorientierten Bemühungen und Prozessen zu gewährleisten, insbesondere durch die Bereitstellung eines Forums und die Förderung der Selbstmobilisierung und Zusammenarbeit von Roma- und Roma-freundlichen zivilgesellschaftlichen Organisationen;
  • Stärkung des Engagements der Nationalen Roma-Kontaktstellen und der relevanten Stakeholder für eine wirksame Umsetzung von Maßnahmen, um Gleichstellung, Einbeziehung und Beteiligung der Roma auf nationaler und lokaler Ebene zu fördern, um den gleichberechtigten Zugang der Roma zu allgemeinen Dienstleistungen und Chancen zu verbessern sowie das gegenseitige Vertrauen und Verständniss zwischen Roma und Nicht-Roma zu stärken;
  • Lücken und Herausforderungen bei der Umsetzung der nationalen strategischen Rahmenpläne für die Roma zu ermitteln und den relevanten Akteur:innen Vorschläge und Empfehlungen zu deren Bewältigung zu unterbreiten; zur Berichterstattung auf nationaler und EU-Ebene über diese Ergebnisse und Empfehlungen beizutragen, einschließlich der Datenerhebungs- und Bewertungsstudien;
  • bei Bedarf zu sensibilisieren und rasche Reaktionen der einschlägigen Akteur:innen auf sich abzeichnende schwierige Situationen, wie die COVID-19-Pandemie oder andere Krisen, zu veranlassen;
  • das aktive Engagement der Roma, insbesondere von Frauen und Jugendlichen, zu fördern, unter anderem durch das Angebot spezieller Praktika oder Nachwuchspositionen für Roma-Jugendliche in nationalen Strukturen, die mit der Umsetzung der nationalen Roma-Plattform-Prozesse verbunden sind.

Geförderte Aktivitäten

Die Aktivitäten umfassen:

  • Bestandsaufnahme aller relevanten Stakeholder, die sich für die Gleichstellung, Integration und Teilhabe der Roma einsetzen, und Bewertung der Notwendigkeit und Möglichkeit, sie in die nationale Roma-Plattform einzubeziehen, um die Vertretung und Rechenschaftspflicht zu verbessern;
  • Maßnahmen zur Einrichtung und Stärkung nationaler Roma-Plattformen, die alle relevanten Interessengruppen einbeziehen (mit besonderem Augenmerk auf die Stärkung von Frauen und Jugendlichen), mit Schwerpunkt auf der Umsetzung und Überwachung der nationalen strategischen Rahmenpläne für Roma (NRSF) für Gleichstellung, Integration und Partizipation;
  • Treffen, Arbeitsgruppen, Seminare, Veranstaltungen auf nationaler, regionaler oder lokaler Ebene, bei denen Themen wie die horizontalen und sektoralen Ziele des EURSF diskutiert werden;
  • Sensibilisierung, gezielte Diskussion der Ergebnisse des Roma Civil Monitoring bis 2025 zur Umsetzung der NRSF für Gleichstellung, Eingliederung und Teilhabe;
  • Bewertung und Überprüfung dder NRSFs; und Maßnahmen zur Integration der Roma, Austausch und Übertragung von Praktiken, die sich auf allen Ebenen als wirksam erwiesen haben;;
  • transnationaler Austausch zwischen verschiedenen nationalen Roma-Plattformen zur Förderung des politischen Lernens und des Transfers bewährter Praktiken;
  • Austausch und Teilnahme des:der benannten Vertreters:in der nationalen Roma-Plattform an den Vorbereitungssitzungen der Europäischen Plattform für die Integration der Roma.

Die Aktivitäten sollten unabhängig von politischen Interessen sein. 

Erwartete Resultate

  • mehr nationale Roma-Plattformen mit einer ausgewogenen Vertretung der Geschlechter, die als integraler Bestandteil der Koordinierungs- und Überwachungsmaßnahmen der nationalen Roma-Kontaktstellen zur Förderung des Dialogs, der Zusammenarbeit und der Koordinierung der Akteur:innen angesehen werden;
  • verstärkte Einbindung und Mitwirkung von Expert:innen und Interessenvertreter:innen an Prozessen, die sich mit Fragen der Gleichstellung, Eingliederung und Teilhabe der Roma befassen, einschließlich der Gesetzgebungs- und Verwaltungspraxis;
  • verstärkte Zusammenarbeit und Informationsaustausch zwischen den zuständigen nationalen Behörden in Bezug auf die Gleichstellung, Eingliederung und Beteiligung der Roma;
  • verstärkte Nachhaltigkeit der Beteiligung der Roma an politischen und Entscheidungsprozessen sowie deren Überprüfung und Reformierung.

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