Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen zum Thema

Kommunale Partnerschaften

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Status

Angekündigt

Beginn

15. März 2023

Frist

20. September 2023

Budget

4.000.000 €

ID

CERV-2023-CITIZENS-TOWN-TT

Hinweis

Auszug (Inoffizielle Übersetzung)

Offizieller Titel

Kommunale Partnerschaften (Town Twinning)

Ziele

Förderung des Austauschs zwischen Bürger:innen verschiedener Länder, insbesondere durch kommunale Partnerschaften (Städtepartnerschaften), um ihnen praktische Erfahrungen mit dem Reichtum und der Vielfalt des gemeinsamen Erbes der Union zu vermitteln und ihnen bewusst zu machen, dass diese die Grundlage für eine gemeinsame Zukunft bilden.

Mit dieser Aufforderung sollen Projekte unterstützt werden, die ein breites Spektrum von Menschen aus aus Partnerstädten mit unterschiedlichem sozioökonomischem Hintergrund, Geschlecht und aus unterschiedlichen Ländern zusammenbringen. Indem Bürger:innen auf lokaler und EU-Ebene mobilisiert werden, bestimmte Themen, die auf der europäischen politischen Agenda stehen, zu diskutieren, soll dieser Aufruf das gegenseitige Verständnis, Integration und kulturelle Vielfalt fördern und Möglichkeiten für bürgerschaftliches Engagement auf EU-Ebene entwickeln.

Genauer gesagt:

  • den Austausch zwischen Bürger:innen aus verschiedenen Ländern zu fördern;
  • den Bürger:innen praktische Erfahrungen mit dem Reichtum und der Vielfalt des gemeinsamen Erbes der Union zu vermitteln und ihnen bewusst zu machen, dass dies die Grundlage für eine gemeinsame Zukunft ist.
  • die friedlichen Beziehungen zwischen den Europäer:innen zu gewährleisten und ihre aktive Beteiligung auf lokaler Ebene sicherstellen;
  • das gegenseitige Verständnis und die Freundschaft zwischen den europäischen Bürger:innen zu stärken;
  • die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden und den Austausch bewährter Praktiken zu ermutigen;
  • eine gute lokale Verwaltung zu unterstützen und
  • die Rolle der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften im europäischen Integrationsprozess zu stärken

Es wird erwartet, dass die Town-Twinning-Projekte ein neues Bild von Europa vermitteln, die bürgerorientiert, gleichstellungsfördernd, zukunftsorientiert und konstruktiv ist und die vor allem die jüngere Generation anspricht. Die Projekte können auf den Ergebnissen von Bürgerbefragungen beruhen und können zu Debatten über konkrete Möglichkeiten führen, eine eine demokratischere Union zu schaffen, die es den Bürger:innen ermöglicht, sich wieder mit der EU zu beschäftigen und ein stärkeres Verantwortungsgefühl für das europäische Projekt zu entwickeln.

Unterstützte politische Initiativen: Europäischer Aktionsplan für Demokratie, EU-Roma-Strategierahmen für Gleichstellung, Eingliederung und Teilhabe, Strategie zur Stärkung der Anwendung der Charta der Grundrechte in der EU, EU-Bürgerschaftsbericht 2020.

Förderkriterien

Um förderfähig zu sein, müssen die Antragsteller:innen (Begünstigte:r und assoziierte(r) Partner:innen):

  • juristische Personen sein (öffentliche oder private Einrichtungen)
  • ihren Sitz in einem der förderfähigen Länder haben, d. h.:
    • EU-Mitgliedstaaten (einschließlich der überseeischen Länder und Gebiete (ÜLG))
    • Nicht-EU-Länder: Länder, die mit dem CERV-Programm assoziiert sind, oder Länder, die sich in
      laufenden Verhandlungen über ein Assoziierungsabkommen stehen und das
      Abkommen vor der Unterzeichnung der Finanzhilfe in Kraft tritt (Liste der teilnehmenden
      Länder)

andere Bedingungen für die Förderfähigkeit:

  • für den/die Antragsteller:in: eine öffentliche Einrichtung oder eine gemeinnützige Organisation sein:
    Städte/Gemeinden und/oder andere Ebenen lokaler Behörden oder deren Partnerschaftsausschüsse oder andere Organisationen ohne Erwerbszweck, die lokale Behörden vertreten.
  • Das Projekt muss transnational sein und muss Kommunen aus mindestens zwei förderfähigen Ländern einbeziehen, von denen mindestens eines ein EU-Mitgliedstaat ist.
  • Die Aktivitäten müssen in einem förderfähigen Land stattfinden, das an dem Projekt teilnimmt.
  • Veranstaltungen müssen mindestens 50 direkte Teilnehmer:innen umfassen, von denen mindestens 25 "eingeladene/internationale Teilnehmer:innen" sind.
  • Projekte sollten zwischen 6 und 12 Monaten dauern.
  • Andere Einrichtungen können in anderen Funktionen am Konsortium teilnehmen, z. B. als assoziierte Partner:innen, Unterauftragnehmer:innen, Dritte, die Sachleistungen erbringen, usw. 

Förderprioritäten

Das CERV-Programm trägt zur Förderung des interkulturellen Dialogs bei, indem es Menschen verschiedener Nationalitäten und verschiedener Sprachen zusammenbringt und ihnen die Möglichkeit gibt, an gemeinsamen Aktivitäten teilzunehmen. In diesem Zusammenhang sollen die kommunalen Partnerschaftsprojekte das Bewusstsein für den Reichtum des kulturellen und sprachlichen Umfelds in Europa schärfen und das gegenseitige Verständnis und die gegenseitige Achtung fördern und so zur Entwicklung einer respektvollen, dynamischen und vielfältigen europäischen Identität und zur Achtung der gemeinsamen Werte, der Demokratie und der Grundrechte beitragen.

Unter Beibehaltung eines Bottom-up-Ansatzes können die Projekte folgende Themen behandeln (die Liste ist nicht erschöpfend):

  1. Die EU beruht auf Solidarität: Solidarität zwischen ihren Bürger:innen, Solidarität über die Grenzen zwischen ihren Mitgliedstaaten hinweg und Solidarität durch Unterstützungsmaßnahmen innerhalb und außerhalb der EU. Solidarität ist ein gemeinsamer Wert, der Zusammenhalt schafft und Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen gibt. Kommunale Partnerschaftsprojekte /Städtepartnerschaften tragen dazu bei, nationale Wahrnehmungen zu überwinden, indem sie das gegenseitige Verständnis fördern und Foren schaffen, in denen gemeinsame Lösungen auf konstruktive Weise diskutiert werden können. Ihr Ziel sollte es sein, das Bewusstsein dafür zu schärfen, wie wichtig es ist, den europäischen Integrationsprozess auf der Grundlage von Solidarität und EU-Werten zu stärken;
  2. Kommunale Partnerschaftsprojekte werden den Bürger:innen die Möglichkeit geben, ihre Vorstellungen von einem Europa zu äußern, das sie wollen. Die im Rahmen der kommunalen Partnerschaftsmaßnahme geförderten Debatten sollten sich auf die besonderen Errungenschaften der EU und auf die Lehren aus der Geschichte und der europäischen Integration stützen. Sie sollten auch über aktuelle Trends nachdenken und die Teilnehmenden in die Lage versetzen, Euroskepsis zu hinterfragen und mögliche Maßnahmen vorzuschlagen, die die EU ergreifen könnte, um das Gefühl der Zugehörigkeit zu Europa zu fördern, das Verständnis für die Vorteile der EU zu verbessern und den sozialen und politischen Zusammenhalt der EU zu stärken.

Projekte, die nicht nur den direkten Teilnehmer:innen, sondern auch den Bürger:innen der teilnehmenden Kommunen zugute kommen, werden besonders gefördert, da sie dazu beitragen können, die praktische Erfahrung mit dem Reichtum und der Vielfalt des gemeinsamen Erbes der Union zu vervielfachen. Darüber hinaus können allgemeine, aber nicht ausschließliche Überlegungen zu den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das Leben in den lokalen Gemeinschaften der Antragstellenden, zur Funktionsweise ihrer Gemeinschaften und zu den Formen der Bürgerbeteiligung und Solidarität in den Kommunen der Antragsteller:innen während der COVID-19-Krise angestellt werden sowie zu der Frage, wie diese Formen in Zukunft nachhaltig gestaltet werden können. Die Projekte können auch von der Initiative Neues Europäisches Bauhaus inspiriert sein oder mit ihr in Verbindung stehen.

Die Projekte sollten innovative Maßnahmen und Ansätze vorschlagen, sich auf eine geschlechtersensible Art und Weise auf die Bedürfnisse und Herausforderungen der Zielgruppen in den Partnergemeinden fokussieren.

Geförderte Aktivitäten

Zu den Aktivitäten im Rahmen von kommunalen Partnerschaften können u.a. Workshops, Seminare, Konferenzen, Fortbildungsmaßnahmen, Treffen von Expert:innen, Webinare, Sensibilisierungsmaßnahmen, kulturelle Veranstaltungen, Festivals, Ausstellungen, Datenerhebung (nach Geschlecht aufgeschlüsselt) Konsultationen, Entwicklung, Austausch und Verbreitung bewährter Verfahren zwischen Behörden und Organisationen der Zivilgesellschaft, Entwicklung von Kommunikationsinstrumenten und Nutzung sozialer Medien gehören.

Die Gleichstellungsperspektive sollte bei der Konzeption und Durchführung der Projektaktivitäten berücksichtigt werden, um sicherzustellen, dass sie für Frauen und Frauen und Männern gleichermaßen zugänglich sind und sowohl Frauen als auch Männer an den Aktivitäten teilnehmen können.
Es wird erwartet, dass die Konzeption und Durchführung der Projekte die Gleichstellung der Geschlechter und die Nichtdiskriminierung im Rahmen der Aktivitäten fördert. So sollten die Antragsteller:innen beispielsweise eine geschlechtsspezifische Analyse der im Rahmen der Projektaktivitäten behandelten Themen durchführen und in ihren Vorschlag aufnehmen. Antragsteller:innen wird empfohlen, bei der Durchführung ihrer geschlechtsspezifischen Analyse die auf der "EIGE-Website" aufgeführten Schlüsselfragen zu konsultieren. Diese Analyse kann dazu beitragen, unbeabsichtigte negative Auswirkungen der Intervention auf eines der beiden Geschlechter zu vermeiden (Do-no Harm-Ansatz).

Von den Antragsteller:innen wird erwartet, dass sie ihre Kommunikations- und Verbreitungsaktivitäten geschlechtersensibel gestalten und durchführen. Dazu gehört insbesondere die Verwendung einer geschlechtergerechten Sprache. Das Gleiche gilt für die Gestaltung und Durchführung von Monitoring- und Evaluierungsaktivitäten. Vorschläge, die eine geschlechtsspezifische Perspektive in alle Aktivitäten einbeziehen, werden als qualitativ besser eingestuft.

Wenn es sich um ein sehr kleines Projekt handelt, das sich auf eine bestimmte Art von Aktivität beschränkt, wie z. B. kulturelle Veranstaltungen, können die Überlegungen zur Geschlechterperspektive an den Umfang des Projekts angepasst werden.

Erwartete Resultate

  • Verbesserung und Förderung des gegenseitigen Verständnisses und der Freundschaft zwischen den Bürger:innen auf lokaler Ebene;
  • Unterstützung der Bürger:innen aus lokalen Gemeinschaften, damit sie den Mehrwert, den die EU durch einen basisorientierten Ansatz bietet, erfahren und erkennen können;
  • Ein stärkeres Gefühl der Zugehörigkeit zur EU;
  • Förderung einer dauerhaften Bindung zwischen den Gemeinden/Kommunen und zwischen den Bürger:innen.

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