Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen zum Thema

Geschlechtergleichstellung

Icon Gleichstellung, Rechte und Geschlechter­gleichstellung

Status

Angekündigt

Beginn

15. Dezember 2021

Frist

16. März 2022

Budget

6.800.000 €

ID

CERV-2022-GE

Hinweis

Auszug (Inoffizielle Übersetzung)

Offizieller Titel

Förderung der Geschlechtergleichstellung

Ziele

Unterstützung, Förderung und Umsetzung umfassender politischer Maßnahmen zur Förderung der vollen Rechteausübung von Frauen, der Gleichstellung der Geschlechter, einschließlich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, der Stärkung der Rolle der Frau und des Gender Mainstreaming.

Förderkriterien

Regierungen der Mitgliedsstaaten, lokale und regionale Behörden und deren Vereinigungen, Gleichstellungsstellen, Organisationen der Zivilgesellschaft, insbesondere Frauenrechtsorganisationen

Um förderfähig zu sein, müssen die Zuschussanträge alle folgenden Kriterien erfüllen:

  • Antragsteller:in und Partner:in müssen öffentliche Einrichtungen oder private Organisationen sein, die ihren Sitz in einem der am Programm teilnehmenden Länder haben, oder eine internationale Organisation sein; Organisationen, die gewinnorientiert sind, müssen Anträge in Partnerschaft mit öffentlichen Einrichtungen oder privaten gemeinnützigen Organisationen einreichen
  • das Projekt kann entweder national oder transnational sein
  • der Antrag muss mindestens zwei Organisationen (Antragsteller:in und Partner:in) umfassen
  • der beantragte EU-Zuschuss kann nicht weniger als 75.000 EUR betragen.

Förderprioritäten

1. Gleiche Teilhabe und Vertretung von Frauen und Männern in politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen

Ziel dieser Priorität ist die Förderung der gleichberechtigten Teilhabe und Vertretung von Frauen und Männern in politischen Entscheidungsprozessen (einschließlich der gleichberechtigten Vertretung von Frauen und Männern und bei den Wahlen zum Europäischen Parlament 2024) und in Management- und Führungspositionen im Unternehmenssektor. In der Tat sind Frauen in Entscheidungspositionen im politischen und wirtschaftlichen Leben in vielen EU-Mitgliedstaaten weiterhin unterrepräsentiert. Im Einklang mit ihrer Strategie zur Gleichstellung der Geschlechter und als Beitrag zur Verwirklichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung wird die Kommission die Mitgliedstaaten und die einschlägigen Akteur;innen bei der Entwicklung und Umsetzung wirksamer Strategien zur Erhöhung der Vertretung und Beteiligung von Frauen an Entscheidungsprozessen in der Politik und im Unternehmenssektor unterstützen. Projekte sollten in ihren Zielen und Aktivitäten Frauen in ihrer ganzen Vielfalt berücksichtigen.

2. Bekämpfung von Geschlechterstereotypen, auch mit Schwerpunkt auf der Jugend, sowie in der Werbung und in den Medien

Diese Priorität konzentriert sich auf Maßnahmen, die auf lokaler, nationaler oder EU-Ebene das Bewusstsein für die Bekämpfung von Geschlechterstereotypen schärfen, auch in allen Lebensbereichen junger Menschen (insbesondere in Schulen, Sport, Online-Spiele, soziale Medien und anderen Aktivitäten) sowie in der Werbung und in den Medien. Dazu gehört auch die Förderung positiver Botschaften und Darstellungen der Gleichstellung und Chancengleichheit von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern, um Verhaltensänderungen in der Gesellschaft zu fördern. Die Projekte sollten Methoden und Aktivitäten vorschlagen, die die Zielgruppen, insbesondere Mädchen und Jungen, auf kreative und innovative Weise direkt einbeziehen und positive und progressive Botschaften zur Förderung von Verhaltensänderungen verwenden.

Geförderte Aktivitäten

1. Gleiche Beteiligung und Vertretung von Frauen und Männern in politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen:

  • Entwicklung, Umsetzung, Überwachung und Bewertung umfassender nationaler Strategien durch die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten zur Verwirklichung der gleichberechtigten Teilhabe/Vertretung von Frauen und Männern in Politik und Wirtschaft
  • gegenseitiges Lernen und Ermittlung/Austausch bewährter Praktiken zwischen den zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten und/oder zwischen den einschlägigen Akteur:innen, wie Gleichstellungsstellen, Organisationen der Zivilgesellschaft, insbesondere Frauenorganisationen, und den Medien
  • Entwicklung und/oder Verbreitung hochwertiger Instrumente und/oder erfolgreicher Strategien zur Verwirklichung der gleichberechtigten Teilhabe/Vertretung von Frauen und Männern in Politik und Wirtschaft
  • Sensibilisierungsmaßnahmen wie Seminare, Konferenzen, Kampagnen, Veröffentlichungen, Presseaktivitäten und Kampagnen in den sozialen Medien, die eine Sensibilisierung für die geschäftlichen Vorteile einer ausgewogenen Beteiligung von Frauen und Männern in Führungspositionen von Unternehmen beinhalten können
  • Entwicklung/Verstärkung der Zusammenarbeit/Vernetzung zwischen wichtigen Interessengruppen wie nationalen und/oder regionalen/lokalen Behörden und/oder deren Vereinigungen, Gleichstellungsstellen, Organisationen der Zivilgesellschaft, insbesondere Frauenorganisationen, und verstärkte Koalitionsbildung.

Aktivitäten, die einzelne politische Parteien unterstützen, werden von der Kommission nicht gefördert.

2. Bekämpfung von Geschlechterstereotypen, auch mit Schwerpunkt auf der Jugend, sowie in der Werbung und in den Medien:

Sensibilisierungs- und Empowerment-Aktivitäten; Kapazitätsaufbau und Schulungen für einschlägige Fachleute; Austausch bewährter Verfahrensweisen, gegenseitiges Lernen

Bevorzugt werden praktische Projekte, die spezifische Maßnahmen entwickeln und umsetzen sowie die Zielgruppe einbeziehen.

Erwartete Resultate

1. Gleiche Beteiligung und Vertretung von Frauen und Männern an politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen:

  • Beitrag zur Umsetzung der Gleichstellungsstrategie der Kommission für den Zeitraum 2020-2025, insbesondere der Ziele im Rahmen der Säule "Gleichberechtigte Führung in der gesamten Gesellschaft", und zur Verwirklichung des fünften Ziels für nachhaltige Entwicklung in Bezug auf die Gleichstellung der Geschlechter durch die EU
  • Beitrag zur Erreichung einer gleichberechtigten Vertretung von Frauen und Männern im Europäischen Parlament nach den Wahlen im Jahr 2024
  • Konzeption, Entwicklung und/oder Überwachung nationaler, regionaler oder lokaler Maßnahmen zur Förderung der gleichberechtigten Vertretung von Frauen und Männern in Entscheidungspositionen und -prozessen in der Politik, in öffentlichen Debatten und in Management- und Führungspositionen im Unternehmenssektor
  • Stärkung der Kapazitäten der nationalen, regionalen und lokalen Behörden und ihrer Vereinigungen, der Organisationen der Zivilgesellschaft, insbesondere der Frauenorganisationen, und der Medien, um die verbleibenden Hindernisse im Zusammenhang mit der Unterrepräsentation von Frauen in ihrer ganzen Vielfalt in der Politik, in öffentlichen Debatten und in Management- und Führungspositionen im Unternehmenssektor anzugehen
  • verstärkte Zusammenarbeit, verstärkte Vernetzung und Informationsaustausch zwischen den Regierungen der Mitgliedstaaten, den lokalen und regionalen Behörden und ihren Vereinigungen, den Gleichstellungsstellen, den Organisationen der Zivilgesellschaft, insbesondere den Frauenorganisationen, den Medien und den Wissenschaftler:innen

2. Bekämpfung von Geschlechterstereotypen, auch mit Schwerpunkt auf der Jugend, sowie in der Werbung und in den Medien:

  • Bekämpfung von Geschlechterstereotypen und negativen Geschlechterrollen durch Sensibilisierung und Schulung derjenigen, die täglich mit den Zielgruppen, insbesondere jungen Menschen, in Kontakt stehen
  • veränderte Einstellungen und Verhaltensweisen in Bezug auf die Rolle von Frauen und Männern, Jungen und Mädchen in der allgemeinen Bevölkerung und in bestimmten Gruppen, z. B. in einschlägigen Fachkreisen, bei Zeug:innen und Unbeteiligten, gefährdeten Gruppen usw.
  • Mädchen und Jungen, Frauen und Männer, die sich wertgeschätzt und ermächtigt fühlen, befreit von negativen Erwartungen, durch Identifikation mit progressiver Geschlechterdarstellung und positiven Botschaften

Sie haben Fragen?

Gerne beantworten wir Ihre Fragen und beraten Sie rund um die Antragsstellung beim CERV-Programm – per E-Mail oder Telefon.

Keinen Aufruf verpassen

Wir informieren Sie regelmäßig über neue Aufrufe und alle Neuigkeiten rund um das CERV-Programm der Europäischen Union.

Bitte korrigieren Sie Ihre Eingabe
Vielen Dank!
Wir haben Ihnen eine E-Mail gesendet.
Bitte bestätigen Sie dort Ihre Anmeldung.
Etwas ist schief gelaufen.