Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen zum Thema

Bürgerengagement

Icon Bürgerbeteiligung und Teilhabe

Status

Offen

Beginn

28. Oktober 2021

Frist

10. Februar 2022

Budget

17.471.295 €

ID

CERV-CITIZENS-2022-CIV

Hinweis

Auszug (Inoffizielle Übersetzung)

Offizieller Titel

Bürgerengagement und -beteiligung

Ziele

  • Förderung der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und der repräsentativen Vereinigungen am demokratischen und zivilgesellschaftlichen Leben der Union und ihres Beitrags dazu, indem sie ihre Ansichten in allen Tätigkeitsbereichen der Union bekannt machen und sich öffentlich austauschen.
  • Mit dieser Aufforderung werden Projekte unterstützt, die von transnationalen Partnerschaften und Netzwerken vorangebracht werden, die Bürgerinnen und Bürger direkt einbeziehen. Diese Projekte sollen ein breites Spektrum von Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund in Aktivitäten zusammenbringen, die direkt mit EU-Politikfeldern in Verbindung stehen, und ihnen die Möglichkeit geben, sich aktiv am politischen Entscheidungsprozess der EU in Bereichen zu beteiligen, die mit den Zielen des Programms in Zusammenhang stehen.
  • Mit dieser Aufforderung sollen die folgenden politischen Initiativen unterstützt werden:  Europäischer Aktionsplan für Demokratie, Bericht über die Unionsbürgerschaft 2020, Strategie zur Stärkung der Anwendung der Charta der Grundrechte in der EU.

Förderkriterien

Um förderfähig zu sein, müssen die Antragsteller (Begünstigte und angeschlossene Einrichtungen): 

a) juristische Personen sein (öffentliche oder private Einrichtungen)

b) in einem der förderfähigen Länder ansässig sein, d.h. EU-Mitgliedstaaten (einschließlich überseeischer Länder und Gebiete (ÜLG))
 

weitere Voraussetzungen für eine Förderung sind:

c) für den/die Antragstellende/n (Der Koordinator ist der Hauptantragsteller des Konsortiums): private gemeinnützige Organisationen mit Rechtspersönlichkeit (Organisationen der Zivilgesellschaft, Bildungs-, Kultur- oder Forschungseinrichtungen); 

d) für die Partner: entweder eine gemeinnützige Organisation mit Rechtspersönlichkeit oder öffentliche lokale/regionale Behörden.

e) an dem Projekt müssen Organisationen aus mindestens drei verschiedenen förderfähigen Ländern beteiligt sein, die an dem Programm teilnehmen

f) die Aktivitäten müssen in einem der förderfähigen Länder durchgeführt werden

g) Anträge müssen von einem Konsortium, bestehend aus mindestens drei Antragstellenden (Begünstigte, nicht angeschlossene Einrichtungen), - mindestens drei Einrichtungen/Organisationen - eingereicht werden

h) die maximale Projektdauer beträgt 12 - 24 Monate.

Förderprioritäten

Der Aufruf bietet die Möglichkeit, eine Vielzahl von Politikbereichen breit abzudecken und zur Förderung der EU-Werte, der Rechtsstaatlichkeit, der Grundrechte und der Demokratie beizutragen. Unter Beibehaltung eines Bottom-up-Ansatzes wird ein besonderer Schwerpunkt gelegt auf:

  • die Wahlen zum Europäischen Parlament 2024, die für die Stärkung und Pflege der Demokratie in der EU von zentraler Bedeutung sind, wobei weitere Anstrengungen zur Förderung der Beteiligung der Bürger:innen an den Wahlen erforderlich sind. Diese Priorität kann auch die EU-Bürgerrechte fördern und zur Umsetzung des europäischen Aktionsplans für Demokratie und des Berichts über die Unionsbürgerschaft 2020 beitragen.
  • Untersuchung, wie sich die COVID-19-Krise auf die demokratische Debatte und die Wahrnehmung der Grundrechte ausgewirkt hat
  • innovative demokratische Ansätze und Instrumente, die den Bürger:innen helfen, sich Gehör zu verschaffen und sich öffentlich über alle Bereiche der EU-Maßnahmen auszutauschen, insbesondere digitale Instrumente ("E-Demokratie")
  • Bekämpfung von Desinformation und anderen Formen der Einmischung in die demokratische Debatte, Befähigung der Bürgerinnen und Bürger, fundierte Entscheidungen zu treffen, indem ihnen geholfen wird, Desinformation zu erkennen, und Förderung der Medienkompetenz unter Einbeziehung von Journalistinnen und Journalisten
  • Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern und Gemeinden in Diskussionen und Maßnahmen im Zusammenhang mit unserem Klima und unserer Umwelt; es besteht ein wachsendes Interesse der Zivilgesellschaft und von Verbänden, Klima- und Umweltfragen zu diskutieren und Entscheidungsträger:innen Lösungen vorzuschlagen.

Projekte sollten eine demokratische Beteiligung unterstützen, unter anderem indem sie Reflexion, Debatten oder andere Aktivitäten im Zusammenhang mit diesen Prioritäten anregen und organisieren. Sie sollten auch praktische Lösungen vorschlagen, die durch Zusammenarbeit oder Koordinierung auf europäischer Ebene umgesetzt werden können, den Austausch bewährter Verfahrensweisen unterstützen und eine praktische Verbindung mit dem politischen Entscheidungsprozess sicherstellen. Alle Projekte müssen sowohl in der Entwurfs- als auch in der Durchführungsphase eine gleichberechtigte Beteiligung ermöglichen und geschlechtersensible Ansätze fördern.

Geförderte Aktivitäten

Die Projekte sollten Menschen aus verschiedenen Ländern bei Aktivitäten zusammenbringen, die in direktem Zusammenhang mit EU-Politikfeldern stehen, um eine Gelegenheit zur direkten Beteiligung am politischen Entscheidungsprozess zu bieten und so die Voraussetzungen für einen stärkeren Bottom-up-Ansatz und einen inklusiveren politischen Entscheidungsprozess zu schaffen sowie bürgerschaftliches und demokratisches Engagement zu fördern. Die Aktivitäten sollten unabhängig von politischen Interessen sein. Bei der Konzeption der Formate der Aktivitäten sollte die Gleichstellungsperspektive berücksichtigt werden, um sicherzustellen, dass sie für Frauen und Männer gleichermaßen zugänglich sind.

Diese Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen unterstützt Aktivitäten, die zur Förderung von Demokratie, Inklusion und demokratischer Teilhabe in der EU beitragen, z. B. durch

  • Förderung des gesellschaftlichen Engagements durch Debatten, Kampagnen, Bewusstseinsbildung, Konferenzen, Workshops usw. zu Themen, die für die Prioritäten der Aufforderung relevant sind und eine Verbindung zur europäischen politischen Agenda und zum politischen Entscheidungsprozess herstellen
  • Einholung der Meinungen von Einzelpersonen durch einen Bottom-up-Ansatz (einschließlich der Nutzung sozialer Netzwerke, Webinare usw.) und Medienkompetenz
  • Förderung des Austauschs zwischen EU-Bürger:innen zu EU-bezogenen Themen, um ein besseres Verständnis für unterschiedliche Perspektiven zu schaffen.

Erwartete Resultate

  • Stärkung des Bewusstseins der Bürgerinnen und Bürger für Rechte und Werte und Erhöhung ihres Engagements in der Gesellschaft und gegenüber der EU
  • Ermöglichung der Vertiefung ihrer Kenntnisse über die EU-Institutionen und EU-Politik sowie eines besseren Verständnisses der Errungenschaften und Vorteile der EU
  • Stärkung der demokratischen Partizipation mit besonderem Schwerpunkt auf der Einbeziehung von jüngeren und älteren Menschen, Frauen in ihrer ganzen Vielfalt, mobilen EU-Bürger:innen und Menschen mit Behinderungen
  • Anregung von Reflexion und Debatten im Zusammenhang mit den Prioritäten der Aufforderung
  • Stärkung des europäischen Charakters der Wahlen zum Europäischen Parlament
  • Erreichen einer großen Zahl von Menschen durch Veranstaltungen, Informationsmaterial und (soziale) Medien, unter bestmöglicher Nutzung neuer Technologien und Stärkung der Medienkompetenz
  • Erreichen derjenigen Bürgerinnen und Bürger, die sich in ihrem Alltag nicht aktiv bürgerschaftlich engagieren
  • Ermöglichen, dass Bürgerinnen und Bürger der Kommission ihre wichtigsten Anliegen mitteilen, damit diese durch politisches Engagement angegangen werden können

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