Aufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen zum Thema

Betriebskostenzuschüsse im Bereich Menschen mit Behinderungen

Icon Gleichstellung, Rechte und Geschlechter­gleichstellung

Status

Geschlossen

Beginn

23. Juni 2021

Frist

30. September 2021

Budget

5.800.000 €

ID

CERV-2021-DISA-OG-SGA

Hinweis

Auszug (Inoffizielle Übersetzung)

Offizieller Titel

Jährliche Betriebskostenzuschüsse an Rahmenpartner, die in den Bereichen der Förderung von der Rechte von Menschen mit Behinderungen tätig sind

Ziele

Diese Aufforderung richtet sich nur an Organisationen, die einen Vorschlag für die folgende Aufforderung eingereicht haben:
"Partnerschaftsrahmenvereinbarungen zur Unterstützung von NRO-Netzwerken auf EU-Ebene die im Bereich Behinderung tätig sind" (siehe Aufforderung CERV-2021DISA-OG-FPA). Bitte beachten Sie, dass im ersten Jahr die Partnerschaftsrahmenvereinbarungen (FPA) und spezifische Finanzhilfevereinbarung (SGA) aus Zeitgründen parallel eingereicht werden. Sie müssen zuerst den FPA-Antrag ausfüllen und dann die FPA- Antragsnummer im SGA-Antrag verwenden. SGAs können nur unterzeichnet werden, wenn der FPA unterzeichnet wurde, und vor dem Enddatum des FPA.

Jedes Jahr kann den Rahmenpartnern ein Betriebskostenzuschuss zur Finanzierung ihrer Tätigkeiten gewährt werden, sofern diese mit den Programmzielen in dem betreffenden Bereich und den politischen Prioritäten, die von der Kommission festgelegt werden können, im Einklang stehen. Die Kosten der allgemeinen Verwaltungsausgaben, die für den Betrieb dieser Organisationen erforderlich sind, können ebenfalls übernommen werden.

Diese Aufforderung zielt darauf ab, Betriebskostenzuschüsse für das Jahr 2022 an Partner zu vergeben, die zuerst eine Partnerschaftsrahmenvereinbarung erhalten haben.

Förderkriterien

Um förderfähig zu sein, müssen die als formelle Netzwerke gegründeten Antragsteller Organisationen auf europäischer Ebene sein, die die folgenden Kriterien erfüllen (identisch mit denen beim Aufruf “Partnerschaftsrahmenvereinbarung” (FPA)):

  • Rechtsträger sein, die ordnungsgemäß in einem der am Programm teilnehmenden förderfähigen Länder niedergelassen und registriert sind, d. h.: EU-Mitgliedstaat (Einrichtungen in assoziierten Ländern sind nicht förderfähig)
  • Nicht-Regierungsorganisation sein, nicht gewinnorientiert und unabhängig von Industrie, Handel und Wirtschaft oder anderen widerstreitenden Interessen sein
  • satzungsgemäße Ziele haben, die unter die Ziele und den Umfang der Prioritäten dieses Aufrufes fallen
  • nationale Mitgliedsorganisationen in mindestens vierzehn (14) Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben
  • Mitglieder haben, die hauptsächlich gemeinnützige Organisationen sind
  • von ihren Mitgliedern über einen Verwaltungsrat oder ein anderes Verwaltungsgremium beauftragt werden, diese Mitglieder auf EU-Ebene zu vertreten und für die Aktivitäten des Netzwerks verantwortlich sein
  • ein einzelner Antragsteller sein: Nur das Netzwerk oder die Organisation, die als gemeinsames Sekretariat als offizieller Koordinator ernannt wird, kann einen Antrag stellen; die Mitgliedsorganisationen sind nicht antragsberechtigt

Förderprioritäten

Die Förderprioritäten sind identisch mit denen beim Aufruf “Partnerschaftsrahmenvereinbarung” (FPA):

Rahmenpartner sollten sich aktiv für den Schutz, die Förderung und die Sensibilisierung für die Rechte von Menschen mit Behinderungen einsetzen. Von den Netzwerken wird erwartet, dass sie Arbeitsprogramme umsetzen, die:

  • konkret und direkt zur Umsetzung der Europäischen Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderungen 2021-2030 beitragen (ESRPD) mit besonderem Schwerpunkt auf nationaler und lokaler Ebene
  • Organisation von Kommunikations- und Engagementaktivitäten betreiben, um das Bewusstsein für die Strategie zu schärfen und die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Europa zu fördern
  • die Kapazitäten der nationalen Mitgliedsorganisationen stärken, damit sie aktiv zur Umsetzung der Strategie beitragen können
  • konkrete Unterstützung für den Europäischen Semester-Prozess bieten (auf EU- und nationaler Ebene, auch durch die Pläne für Wiederaufbau und Resilienz).

Die jährlichen Betriebskostenzuschüsse, die auf der Grundlage dieser Partnerschaftsrahmenvereinbarungen unterzeichnet werden könnten, werden die Kapazitäten dieser auf EU-Ebene tätigen Netze von Organisationen der Zivilgesellschaft erhöhen, um aktiv zur Entwicklung und Umsetzung von EU-Politiken in diesen Bereichen beizutragen.

Geförderte Aktivitäten

Die geförderten Aktivitäten sind identisch mit denen beim Aufruf “Partnerschaftsrahmenvereinbarung” (FPA): 

Die Netzwerke werden unter anderem analytische Aktivitäten, Schulungs- und Kapazitätsaufbaumaßnahmen, gegenseitiges Lernen und Austausch bewährter Verfahren, Sensibilisierungs-, Informations- und Verbreitungsaktivitäten mit EU-Mehrwert durchführen.

Zu den Aktivitäten können gehören:

  • Beitrag zu faktengestützter Regulierung, Politiken und Reformen auf EU-/nationaler/lokaler Ebene und Bereitstellung von Beiträgen für die Kommission zur Politikgestaltung. Z.B. durch Sammeln einschlägiger Erkenntnisse (insbesondere auf lokaler Ebene) und durch Beiträge zu öffentlichen oder gezielten Ad-hoc-Konsultationen und thematischen strategischen Dialogsitzungen zu Fragen der Politik- oder Programmverwaltung
  • Förderung konkreter Zusagen für Maßnahmen zur Unterstützung der Umsetzung relevanter wichtiger EU-Initiativen wie der ESRPD
  • Sensibilisierung der Öffentlichkeit und Verbreitung von Informationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen und Rechtsvorschriften auf EU- und nationaler Ebene
  • Aufbau der Kapazitäten der nationalen Mitglieder, um sie aktiv in die Umsetzung der BSG vor Ort einzubeziehen
  • Förderung verwandter EU-Programme, -Projekte und -Ergebnisse - Unterstützung bei der Übertragung und Austausch bewährter Verfahrensweisen
  • Verstärkung der Zusammenarbeit mit anderen Netzwerken auf EU-Ebene (z. B. durch gemeinsame Maßnahmen), auch über verschiedene Politikbereiche hinweg; mit und zwischen den nationalen gesellschaftlichen Akteur:innen; mit nationalen, regionalen und lokalen Behörden.

Die Aktivitäten sollten es den Netzwerken auch ermöglichen, Querschnittsthemen (z. B. Geschlecht, Nichtdiskriminierung) in ihre tägliche Arbeit zu integrieren.

Erwartete Resultate

Die erwarteten Resultate sind identisch mit denen beim Aufruf “Partnerschaftsrahmenvereinbarung” (FPA):

Die Kommission erwartet von den Netzwerken, dass sie relevante, hochwertige und wirkungsvolle Arbeitsprogramme konzipieren und umsetzen, die den in der Aufforderung festgelegten Zielen und Prioritäten entsprechen. Der Arbeitsplan sollte die Fähigkeit der Organisation zur Generierung konkreter Wirkungen klar aufzeigen.

Die Bewerber werden gebeten:

  • klare Beschreibungen der Hauptaktivitäten und der Umsetzungsmethodik vorzulegen
  • Beschreibung des Beitrags und des Mehrwerts des Programms zur EU-Politik im Bereich dieser Aufforderung zu liefern
  • zu beschreiben, wie sie Monitoring und externe Evaluierungen nutzen, um ihre Gesamtleistung und die Relevanz und Wirkung ihrer Ergebnisse zu bewerten.

In Bezug auf die Ergebnisse erwartet die Kommission:

  •  verbessertes Bewusstsein für die EU-Politik und Finanzierung bei den Mitgliedern des Netzwerks
  • erhöhtes Bewusstsein der EU- und nationalen Behörden für die Bedürfnisse und das Potenzial der von den Netzwerken vertretenen Organisationen
  • erhöhte Kapazitäten der Netzwerke und ihrer Mitglieder zur Unterstützung der Politikgestaltung in ihren jeweiligen Bereichen
  • Verbesserte Forschung und Verfügbarkeit von Daten über die Bereiche, in denen die Netzwerke tätig sind.

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