Zielsetzung

Unterstützung von Projekten zur Erinnerung an bestimmte Ereignisse in der modernen europäischen Geschichte, einschließlich der Ursachen und Folgen autoritärer und totalitärer Regime, und zur Sensibilisierung der europäischen Bürger für ihre gemeinsame Geschichte, Kultur, ihr kulturelles Erbe und ihre Werte, um so ihr Verständnis für die Union zu verbessern, ihre Ursprünge, Ziele, Vielfalt und Errungenschaften sowie für die Bedeutung des gegenseitigen Verständnisses und der Toleranz.

Förderkriterien

Öffentliche lokale / regionale Behörden oder gemeinnützige Organisationen, einschließlich Organisationen der Zivilgesellschaft, Opferverbände sowie Kultur-, Jugend-, Bildungs- und Forschungsorganisationen.

Um förderfähig zu sein, müssen Zuschussanträge alle folgenden Kriterien erfüllen:

  1. Antragsteller / Partner müssen entweder eine öffentliche Einrichtung oder gemeinnützige Organisation mit Rechtspersönlichkeit sein, die in einem förderfähigen Land ansässig ist, das an dem Programm teilnimmt.
  2. Organisationen müssen sein: öffentliche lokale / regionale Behörden oder gemeinnützige Organisationen, einschließlich Organisationen der Zivilgesellschaft, Opferverbände oder Kultur-, Jugend-, Bildungs- und Forschungsorganisationen;
  3. an dem Projekt müssen mindestens zwei Organisationen (Antragsteller und Partner) beteiligt sein, wobei transnationale Projekte bevorzugt werden;
  4. Aktivitäten müssen in einem der förderfähigen Länder stattfinden;
  5. Die maximale Projektdauer beträgt 24 Monate.
  6. Der beantragte EU-Zuschuss darf 75 000 EUR nicht unterschreiten

Förderprioritäten

1. Gedenken an und Forschung und Aufklärung zu Verbrechen, die unter totalitären Regimen begangen wurden

Das Programm zielt darauf ab, eine gemeinsame Kultur der Erinnerung und des gegenseitigen Verständnisses zwischen Menschen aus verschiedenen Ländern zu fördern. Dies geschieht insbesondere durch die Unterstützung von Projekten, die historische Wendepunkte und Regimewechsel im Europa des 20. Jahrhunderts und ihre kontinuierliche Bedeutung für das heutige Europa widerspiegeln, sowie durch Projekte, die die Rolle des europäischen Kulturerbes als zentrales Element der kulturellen Vielfalt, des Dialogs und lokalen Erbes im Zusammenhang mit dem europäischen Gedächtnis hervorheben.

In diesem Zusammenhang wird im Zeitraum 2021-2022 der Erinnerung an sowie der Forschung und Bildung zum Holocaust Vorrang eingeräumt. Projekte unter dieser Priorität können sich auf die europäische Dimension des Holocaust, seine Ursachen und Folgen sowie auf die Umwandlung von Forschung und Zeugnissen in praktische Bildungsinstrumente konzentrieren.

2. Widerstand, demokratischer Übergang und demokratische Konsolidierung in der EU

Die Unterdrückung von Grundfreiheiten wie Rede-, Versammlungs-, Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit ist ein wesentliches Merkmal totalitärer Regime, die Widerstand auslösten. Organisierte Opposition und / oder Ad-hoc-Widerstand innerhalb der Gesellschaft haben zur Überwindung der totalitären Herrschaft beigetragen und den Übergang zur Demokratie ermöglicht.

Für die Mitgliedstaaten, die in ihrer jüngsten Geschichte einen Übergang zur Demokratie erlebt haben, spielte der EU-Beitritt eine wichtige Rolle bei der Unterstützung und Festigung der Demokratisierung. Projekte unter dieser Priorität sollten den Widerstand und / oder die organisierte Opposition gegen die totalitäre Herrschaft im Vorfeld des demokratischen Übergangs analysieren und hervorheben und die demokratische Konsolidierung in der EU untersuchen.

Während die in den letzten Jahrzehnten erfolgten Beitritte im Fokus stehen können, können Projekte sich auch auf künftige Erweiterungen oder andere Arten von Partnerschaften mit Ländern der EU-Nachbarschaft konzentrieren.

Geförderte Aktivitäten

Ziel dieser Aktivitäten ist es, über die Vielfalt und die Werte Europas nachzudenken, um Toleranz und Respekt, gegenseitiges Verständnis, interkulturellen Dialog und Versöhnung zu fördern. Von den Projekten wird erwartet, dass sie:

  • verschiedene Organisationstypen umfassen (lokale Behörden, Organisationen der Zivilgesellschaft, Forschungs- und Archivinstitute, kulturelle Organisationen, Gedenk- und Lernstätten usw.),
  • verschiedene Arten von Aktivitäten entwickeln (Schulungsaktivitäten, Veröffentlichungen) , Online-Tools, Forschung, nicht-formale Bildung, öffentliche Debatten, Ausstellungen, Bewusstseinsbildung, Sammlung und Digitalisierung von Zeugnissen, innovative und kreative Maßnahmen usw.) und
  • Personen aus verschiedenen Zielgruppen einbeziehen. Projekte sollten eine europäische Dimension haben und vorzugsweise auf transnationaler Ebene durchgeführt werden (einschließlich der Schaffung und des Betriebs transnationaler Partnerschaften und Netzwerke).

Erwartete Resultate

  • Sensibilisierung für das historische Gedächtnis und die Erinnerung in Europa, unter anderem durch die Entwicklung von Aktivitäten, die Erinnerung mit Bürgerbeteiligung und Demokratie im weitesten Sinne verbinden;
  • im Bereich von Projekten im Zusammenhang mit dem Holocaust und anderen Völkermorden, dem Meinungsaustausch über nationale Grenzen hinweg und der Förderung eines europäischen Ansatzes zur Geschichte sowie der Digitalisierung der Zeugnisse von Überlebenden, um das Gedächtnis zu bewahren;
  • Hinzufügung einer europäischen Dimension zu relevanten Debatten über wichtige historische Ereignisse und Momente der jüngeren europäischen Geschichte;
  • Beitrag zur dauerhaften Veränderung der Haltung der Teilnehmer gegenüber der EU und ihrer Geschichte, Werte und Kultur;
  • Bekämpfung historischer Verzerrungen, einschließlich Verzerrungen und Leugnung des Holocaust
  • Identifizierung, Sicherung und Bereitstellung insbesondere von Online-, Archivmaterial, Zeugnissen und authentischen Websites für Bildungszwecke, Gedenken und Forschung.

Zeitplan

Antragsbeginn

4. Quartal 2021

Antragsfrist

Bislang keine

Evaluation

Noch nicht bekannt gegeben

Ergebnisse der Evaluation

Noch nicht bekannt gegeben

Vertrags­unterzeichnung

Noch nicht bekannt gegeben

Quelle

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